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Die Überraschung blieb aus

18.03.2010 11:03 von Christoph Heiser

Die FCS-Frauen haben eine Überraschung im Nachholspiel des 13. Spieltags gegen den 1. FFC Frankfurt am Mittwochabend verpasst. Der Favorit vom Main behielt mit 1:4 (0:2) die Oberhand. Für die Tore auf Frankfurter Seite sorgten Sara Thunebro, Ex-Saarbrückerin Dzsenifer Marozsan, Kerstin Garefrekes und Conny Pohlers. Cynthia Uwak traf für den FCS.

 

Doch das klare Ergebnis schmälert die tolle Leistung der Saarbrückerinnen an diesem Abend im Ludwigsparkstadion nicht. FCS-Trainer Stephan Fröhlich schickte exakt die gleiche Elf wie beim 3:1-Erfolg gegen Tennis Borussia Berlin am vergangenen Sonntag ins Rennen. Und die Spielerinnen machten ihre Sache gut. Frankfurts Offensivkraft kam aus dem Spiel heraus kaum zur Geltung – nur die Standardsituationen brachten Gefahr vor das Gehäuse von Torfrau Barbara Legrand. Conny Pohlers’ Kopfballchance nach einem Eckball von Birgit Prinz bereits in der 5. Minute waren ein Indiz hierfür.

 

Aber auch die Gastgeberinnen kamen zu ihren Möglichkeiten. Christina Arend setzte sich auf dem rechten Flügel durch und zwang mit ihrem satten Schuss Nationaltorfrau Nadine Angerer zu einer Glanzparade (15.). Die eben angesprochenen Standards sorgten dann auch für die Führung der Frankfurterinnen. Nach vermeintlichem Foul an Birgit Prinz zirkelte Schwedens Nationalverteidigerin Sara Thunebro den Ball mit links an der Mauer vorbei ins Torwarteck – das 0:1 nach 31 Minuten. Dem Treffer der neuen Kollegin wollte kurze Zeit später auch Dzsenifer Marozsan in nichts nachstehen. Die Ex-FCSlerin trat zum Freistoß, wiederum nach Foul an Birgit Prinz, an. Der präzise getretene Ball schlug zum 0:2 (34.) neben dem Pfosten ein. Dieses Mal keine Chance für Legrand. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit.

 

Nach der Pause kamen die Gäste ein wenig frischer aus der Kabine. Besonders Kerstin Garefrekes schien die Auszeit gut getan zu haben. In der 49. Minute umspielte die Nationalspielerin die gesamte Saarbrücker Abwehr und traf aus sieben Metern zum 0:3 für ihre Mannschaft. Direkt nach Wiederanpfiff sah die FCS-Hintermannschaft wieder nicht gut aus. Kelli Cronkrite verstolperte einen harmlosen Rückpass in den Strafraum in die Füße von Conny Pohlers, die aus kurzer Distanz keine Mühe hatte zum 0:4 (50.) zu vollenden. „Ein Geschenk“, so der knappe Kommentar von Trainer Stephan Fröhlich.

 

Aber die Saarbrückerinnen steckten nicht auf und versuchten nach Kräften die Frankfurter Hintermannschaft ins Schlingern zu bringen. Christina Arend, an diesem Abend mit dem Prädikat „bärenstark“ vom eigenen Trainer tituliert, setzte sich auf rechts durch. Ihr Pass im Strafraum fand Kelli Cronkrite, doch die Amerikanerin vergab den Anschlusstreffer kläglich (53.). Kurz darauf musste Cronkrite das Feld verlassen. Für sie kam Sabine Blank in die Partie, die nach fünfeinhalbmonatiger Verletzungspause ihr Comeback in der Bundesliga feierte. In der 62. Minute wurden die Bemühungen der FCS-Frauen belohnt. Cynthia Uwak erlief einen tollen Pass von Arend und schob das Leder an Angerer zum 1:4 in die Maschen.

 

Es hätten noch weitere Tore fallen können. Aber Jang-Mi Lee (80.) und Conny Pohlers (82.) scheiterten an Torfrau Legrand. Und auch auf der Gegenseite behielt die Torfrau die Oberhand. Angerer parierte wiederum einen Schuss von Christina Arend. Und so hieß es am Ende 1:4 aus Saarbrücker Sicht.

 

„Heute hat nicht die Mannschaft mit der besseren Spielanlage gewonnen, sondern die clevere“, sagte Gästetrainer Sven Kahlert nach der Partie. Das Kompliment nahm Coach Fröhlich gerne an: „Ich beleuchte gerne das ‚Wie’ eines Spiels. Das hat bei meiner Mannschaft gestimmt. Frankfurt hat verdient gewonnen – keine Frage. Wir haben uns seit dem Hinspiel entwickelt. Das gibt uns Selbstvertrauen für das wichtige Spiel in Freiburg am kommenden Sonntag.“

 

Eine Zusammenfassung des Spiels sowie der Begegnung Tennis Borussia Berlin-FCR 2001 Duisburg gibt es im Internet auf www.dfb-tv.de zu sehen.

 

 

So haben sie gespielt...

 

1. FC Saarbrücken: Legrand, Leykauf, Atladottir, Edwards, Schinkel, Beney, Vetterlein (83. Teague), Cronkrite (59. Cronkrite), Uwak, Arend, Trach (63. De Backer)

 

1. FFC Frankfurt: Angerer, Krieger, Hingst (67. Günther), Lewandowski, Thunebro, Garefrekes, Smisek (56. Lee), Prinz, Wimbersky, Marozsan (74. Weber), Pohlers

 

Tore: 0:1 Thunebro (31.), Marozsan (34.), 0:3 Garefrekes (50.), 0:4 Pohlers (51.), 1:4 Uwak (64.)

 

Zuschauer: 354

 

Schiedsrichterin: Dietz (Bad Sobernheim)

 

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